Der vierte Kriegswinter in der Ukraine
Millionen Menschen sind weiterhin auf Unterstützung angewiesen
Seit Februar 2022 leben die Menschen in der Ukraine im Ausnahmezustand. Mittlerweile befindet sich das Land im vierten Kriegswinter – und die humanitäre Lage spitzt sich weiter zu. Rund zehn Millionen Menschen mussten ihre Heimat verlassen: Mehr als sechs Millionen sind ins Ausland geflohen, weitere rund vier Millionen sind innerhalb der Ukraine auf der Flucht. Für die Zivilbevölkerung bedeutet der Winter eine zusätzliche Belastung.
Winter verschärft die Not – Energieversorgung massiv eingeschränkt
Mit Temperaturen, die bis zu –20 Grad erreichen können, wird der Winter für viele Menschen lebensbedrohlich. Durch Angriffe auf die Energieinfrastruktur ist die Stromerzeugung um etwa zwei Drittel reduziert. Immer wieder kommt es zu Strom- und Heizungsausfällen. Besonders in frontnahen Gebieten ist die Lage dramatisch.
Um die Menschen durch die kalten Monate zu bringen, haben die Hilfsorganisationen des Bündnisses ihre Winterhilfe deutlich ausgeweitet. Dazu gehören u. a.:
- mobile Gesundheitsstationen des Deutschen Roten Kreuzes,
- die Bereitstellung von Brennstoff, Heizmaterial und Generatoren,
- die Reparatur beschädigter Häuser und Wohnungen,
- die Verteilung von Schlafsäcken, warmen Decken und Winterkleidung,
- psychosoziale Unterstützung und Schutzräume für besonders gefährdete Gruppen.
Große Herausforderungen bleiben
Neben den andauernden Angriffen sind es vor allem die langfristigen Folgen – zerstörte Lebensgrundlagen, wiederholte Evakuierungen und anhaltende Unsicherheit – die den Alltag prägen. Die Belastung ist enorm – für die Betroffenen ebenso wie für die Helferinnen und Helfer vor Ort.
„Der Einsatz der unzähligen Helferinnen und Helfer – ehrenamtlich wie hauptberuflich, jung wie alt – steht stellvertretend für gelebte Solidarität. Obwohl viele selbst von den Folgen des Krieges betroffen sind, tragen sie unermüdlich dazu bei, Menschen zu unterstützen, die ganz besonders dringend auf Hilfe angewiesen sind“, beschreibt Christian Schneider, Vorsitzender des Aktionsbündnisses Katastrophenhilfe und Geschäftsführer von UNICEF Deutschland, die Situation vor Ort. “Die Menschen in der Ukraine brauchen weiterhin unsere verlässliche Unterstützung – heute mehr denn je.”
Wie das Aktionsbündnis Katastrophenhilfe hilft
Über die Winterhilfe hinaus leisten die Mitgliedsorganisationen Caritas international, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonie Katastrophenhilfe und UNICEF Deutschland gemeinsam mit ihren lokalen Partnerorganisationen umfassende humanitäre Unterstützung – direkt dort, wo sie am dringendsten benötigt wird:
- Nothilfe in Frontnähe: Verteilung von Trinkwasser, Lebensmitteln und Hygieneartikeln
- Schutz und Betreuung für Geflüchtete im Land: sichere Unterkünfte, psychosoziale Angebote, Betreuung von Kindern
- Bildung trotz Krieg: Unterricht in Schutzräumen und U-Bahnstationen
- Wiederaufbau im Alltag: Reparatur von Fenstern, Türen und Dächern; Stabilisierung beschädigter Infrastruktur
Besonders für Kinder entstehen Orte, an denen sie Sicherheit finden, spielen, lernen – und einfach Kind sein dürfen.
Gemeinsam weiterhelfen
In den vergangenen vier Jahren konnte das Aktionsbündnis Katastrophenhilfe dank großzügiger Spenden rund 157,6 Millionen Euro an die Mitgliedsorganisationen weiterleiten. Diese setzen die Mittel gemeinsam mit ihren lokalen Partnerorganisationen direkt für die Hilfe in der Ukraine ein – ein starkes Zeichen der Solidarität.
„Die überwältigende Hilfsbereitschaft der Menschen in Deutschland hat in den vergangenen vier Jahren unzähligen Familien in der Ukraine konkret geholfen und Hoffnung geschenkt“, dankt Christian Schneider den Spenderinnen und Spendern. Dennoch appelliert er: „Diese Solidarität ist ein starkes Zeichen tiefer Menschlichkeit – und sie bleibt weiterhin dringend notwendig.“
Das Aktionsbündnis Katastrophenhilfe ruft zu Spenden für die Hilfsmaßnahmen seiner Mitgliedsorganisationen auf.
Erfahren Sie hier, wie Caritas international, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonie Katastrophenhilfe und UNICEF Deutschland die Menschen in der Ukraine unterstützen:
Letzte Aktualisierung: 23.02.2026







